Soziale Plastik/Soziale Skulptur – Die Kunst im Leben

Eine Plastik wird in der Kunst als dreidimensionale Figur bezeichnet, die geformt werden kann.

Die Theorie der Sozialen Plastik/Sozialen Skulptur wurde bereits 1967 vom deutschen Künstler Joseph Beuys geprägt und resultiert aus dem Verständnis des „erweiterten Kunstbegriffs“, der die Kunst nicht auf ein abgeschlossenes Werk beschränkt, sondern das kreative Denken und Handeln des Menschen einschließt.

Die Soziale Plastik meint das Denken des Menschen, der durch kreatives Handeln sich selbst und die Gesellschaft verändert und sie somit formt. Mit dem Ausspruch „Jeder Mensch ist ein Künstler“ wandelte Beuys ein Zitat Novalis‘ „Jeder Mensch kann ein Künstler sein“ von der Möglichkeitsform in einen Ist-Zustand um und schuf so ein besonderes Bewusstsein für die eigene schöpferische Kraft, die im eigenen Denken begründet liegt. Eine Soziale Plastik ist jederzeit formbar, sie erstarrt nur, wenn das Denken aufhört – wenn man gedanklich leblos wird.

Die Soziale Plastik ist heute aktueller denn je, denn sie fordert uns auf, achtsam und nachhaltig in unserem Denken und Handeln zu verfahren und macht sichtbar, dass jeder Mensch Kreateur seines Lebens und mithin einer lebenswerten Gesellschaft ist. Je vielfältiger unser Denken ist, desto kreativer können wir sein. Je flexibler unser Denken sich bewegen darf, desto fortschrittlicher können wir sein.

Die Kultur-Komplizen fokussieren mit der Sozialen Plastik auf:

  • den Bereich „Soziales“ aus dem „integrativen Nachhaltigkeitsmodell“ und referieren auf die Unternehmensverantwortung im Sinne von CSR (Corporate Social Responsibility)
  • Cradle to Cradle – Abfall ist Nährstoff; Denken und Handeln in Kreisläufen
  • Bildung für nachhaltige Entwicklung

Die Soziale Plastik „Unternehmen“ ist nie fertig und wandelt sich permanent mit und durch die Energie aller Mitarbeitenden.

Die Kultur-Komplizen bewegen sich in drei Feldern, die man je als Soziale Plastik begreifen kann und die sich überschneiden: das Feld der Mitarbeitenden als formbare und formende Individuen, das Feld des Unternehmens als Summe und Ergebnis aller formenden Individuen und das Feld der umgebenden Umwelt und Gesellschaft, welches ebenfalls durch diese Komponenten formt und geformt wird.